Pressestimmen
Zevener Zeitung vom 29. Dezember 2003:
The End Of Silence: Name als Programm nach den Feiertagen
Punkrock-Trio aus Sittensen mixt Lautes mit christlichen Texten - Auftritt im Gemeindehaus

Sittensen. Wenn das Johnny Rotten wüsste...: Die drei jungen Musiker der Band the end of silence vermengen Punk, Hardcore und Crossover mit christlichen Texten. Am Wochenende luden sie zu einem Konzert ins Café des Sittenser Gemeidehauses ein. Mit ihrer Mixtur harter Sounds und ihrem Festhalten am christlichen Glauben lockte das Trio aus der Börde zahlreiche Jugendliche an.

Vor dem eigentlichen Auftritt zogen sich die drei Männer zum stillen Gebet zurück. Dann ging es in dem kleinen Café richtig los. Die Musiker unterhielten die Zuhörer mit harter, schnörkelloser Punkmusik. Die Musiker legen dabei Wert auf die Feststellung, dass auch diese Musik von einem christlichen Glauben getragen werden kann und dass es unter Punkmusikern durchaus Menschen gibt, die an Gott und die Bibel glauben.

So freute ich auch Diakon Hans Eicker, dass es gelungen war, die Band angesichts enger Terminplanung, feiertagen und weniger Proben zum Auftritt zu bewegen. Trotz der geringen Vorbereitungszeit konnten die Sittenser dieses Jahr ganz neue Stücke auf dem Konzert vortragen. Die stammen in der Regel von Bandleader Dirk Klindworth, der seine Kompositionen dann in Zusammenarbeit mit den beiden anderen Bandmitgliedern Simon Pahl und Christoph Drösemeyer ausarbeitet und weiterentwickelt.

Das Trio spielt seit 1998 zusammen und komponiert seit langem eigene Stücke. Auf der CD "TRINITY" sind 17 Lieder zu hören, alle selbst geschrieben. Fast schon traditionell spielt the end of silence zwischen den Feiertagen und gibt Konzerte. Im Café des Gemeindehauses war es bereits der zweite Auftritt der Gruppe. Schon im vergangenen Jahr konnte die Gruppe für ein Konzert gewonnen werden. Ihre CD stellte die Band ebenfalls im vergangenen Jahr in Sittensen vor.

Im Dezember 2002 erschien im Ottersberger "TORFKURIER" ein Interviev mit Simon und Dirk:
"Jesus hat mir ein Auto besorgt"
"Egal, wen man sich zum Vorbild nimmt, es gibt immer eine Kehrseit der Person", sind sich Simon Pahl und Dirk Klindworth einig. Die beiden haben ein Vorbild, auf das sie sich immer verlassen können: Jesus.

Für Dirk Klindworth ist ein Leben ohne Jesus nicht vorstellbar. "Er ist immer dabei, er hilft mir ständig, egal was ich mache. Auch praktisch: Vor einigen Jahren wollte ich ein neues Auto kaufen. Ich habe Jesus davon erzählt, welche Marke ich gern hätte, PS-Zahl, Farbe." Kaum zwei Wochen später kam sein Vater, der nichts von seinen Wünschen wußte, und hielt ihm ein Angebot unter die Nase, in dem alles exakt übereinstimmte. "Andere würden das für Zufall halten. Ich aber glaube, das Jesus mir ein Auto besorgt hat."

Andere Vorbilder?
"Zum Beispiel, wenn ich irgend einen Star ganz toll finde", versucht Dirk Klindworth zu erklären, "dann ist es doch so, dass ich versuche so zu sein wie er. Nur weiß der davon ja nichts."Und Simon Pahl ergänzt: "Bei Jesus ist das anders. Ich will nicht so aussehen wie er, sondern mein Leben nach seinen Idealen ausrichten. Das ist kein Aufschauen, sondern eher eine extrem prsönliche Beziehung". Die beiden sind nicht die einzigen, die nach diesem Vorbild leben. So traf sich lange Zeit jede Woche in Sittensen eine Gruppe junger Leute, die zu den 'JesusFreaks' gehörte. Die Organisation 'JesusFreaks' entstand vor 10 Jahren in Hamburg, wo Junkies, Drogendealer und Obdachlose versuchten, aud eigener Kraft und mit ihrem Glauben aus Ihrem Elend herauszukommen. Es wurden Kleidung und Brot verteilt, Gottesdienste in Gefängnis abgehalten. Die Betreuung Drogenabhängiger spielte eine zentrale Rolle. Sogar die Stadt Hamburg schickte die völlig hoffnungslosen Falle zu den 'JesusFreaks'.

Beten in der S-Bahn
Von der ganzen Idee ist Dirk Klindworth begeistert. "Als ich zum allerersten Mal bei einer Gruppe in Hamburg war, habe ich gedacht: 'Entweder ist das hier richtig geil oder eine Sekte' ." Er lernte, wie er sagt, eine andere Sicht kennen, seinen Glauben zu leben. "Vorher war mir nicht klar, dass ich auch in der S-Bahn beten oder aus der Bibel lesen kann." Die Begegnung mit den 'JesusFreaks' in Hamburg war für Dirk Klindworth der Auslöser, in Sittensen eine eigene Gruppe zu gründen. Eigentlich wollte er das unter dem Dach der evangelisch-lutherischen Kirche machen, doch der Kirchenvorstand spielte nicht mit. Irgendwann folgte dann der Kirchenaustritt Klindworths: "Ich hatte mit der Landeskirche nicht mehr so viel zu tun. Es ist nicht so, dass ich ein Problem mit der Kirche hätte. Aber die Beziehung zu Jesus ist sowieso etwas Persönliches und für jeden anders." Heute sieht man sich in der 'JesusFreaks' - Gruppe Sittensen seltener, da die Räume fehlen und die Mitglieder verstreut wohnen.

Teufelsmusik
Ob in Job, Freizeit oder Musik: "Ich merke immer, dass ich nicht alleine im Leben bin." Und im Gegenzug taucht sein Vorbild auch in seiner Musik auf. Dirk Klindworth ist Sänger und Gitarrist der Gruppe 'the end of silence'. " Wir haben christliche Texte, und das zu einer Musikmischung aus Crossover, Hardcore und Punk. Für viele Leute passt das gar nicht zusammen oder wird sogar als 'Teufelsmusik' bezeichnet. Aber in irgendeine Schublade lassen wir uns da nicht stecken. Wir machen Musik für Jesus." Bei den Gottesdiensten werden musikalisch jedoch sanftere Töne angeschlagen. Simon Pahl, der Bassist, kann noch über weitere Beispiele berichten, wie Jesus ihm im täglichen Leben hilft. "Man beginnt, vorschnelle Urteile über andere nochmal zu überdenken. Und ich versuche mich selbst zurückzunehmen, für andere dazusein. So, wie Jesus das immer getan hat." Für ihn ein Vorbild, dem er zu 100% Vertrauen kann.
Das Interviev führte Rico Oehme.